Doktor Schiwago

Musical von Lucy Simon (Musik), Michael Weller (Buch), Michael Korbie und Amy Powers (Gesangstexte), Deutsch von Sabine Ruflair und Jürgen Hartmann

Boris Pasternaks Roman über Jurij Schiwago, Dichter und Arzt, hin und hergerissen zwischen den Fronten der russischen Revolution genauso wie zwischen zwei völlig unterschiedlichen Frauen, brachte seinem Autor den Literaturnobelpreis. Und die Verfilmung mit Omar Sharif, Geraldine Chaplin und Julie Christie prägte eine ganze Generation von Kinogänger*innen. Nun erreicht die romantisch-epische Geschichte die Musicalbühne!
Jurij Schiwago wird in eine untergehende Welt hineingeboren. Sein Vater hat das Familienvermögen verloren, und nach dessen Selbstmord steht der Junge Jurij alleine da. Das Ehepaar Gromeko nimmt ihn auf, und er wächst an der Seite ihrer Tochter Tonia auf, die er — inzwischen angesehener Mediziner und aufstrebender Stern am Lyrikhimmel seiner Heimat — auch heiratet. Doch die Wirren des Ersten Weltkriegs reißen das Paar auseinander, und Jurij verliebt sich in die Krankenschwester Lara, die so völlig anders ist als Tonia, voller Leidenschaft und Kraft, frei, wild und widersprüchlich.
Lucy Simon orientiert sich in ihrer Musicaladaption an so großen Vorbildern wie LES MISERABLES: große, romantische und orchestrale Musik, fast filmische Szenenfolgen und eine Erzählung, die mehr als dreißig Jahre umfasst – und doch am Ende vor allem ein Thema hat: die Liebe, die alles beherrscht, uns mehr beeinflusst als alle Vernunft, alles politische Kalkül, alles Machtstreben.

 

Presse:

DOKTOR SCHIWAGO „erntet […] die schnellsten Ovationen seit Jahren. […] Regisseur Olaf Strieb und Dramaturg Friedrich von Mansberg haben die ausufernde Vorlage von Lucy Simon und Michael Weller durchforstet. Nun saust sie so schlank wie möglich in zwei Stunden und einer halben über die Bühne, saugt das Publikum in die Geschichte hinein. Strieb schält bei aller Tragik des Geschehens einen unterhaltenden Kern heraus. Szenen, Spielorte, Zeitsprünge laufen faszinierend ineinander. Trotz aller Windungen und Geschwindigkeit wird die Geschichte logisch und jederzeit nachvollziehbar erzählt […] Bühnenbildnerin Barbara Bloch staffelt den Raum in die Tiefe, deutet mit wenigen Mitteln Spielorte an. Das von Dirk Glowalla gefahrene Licht unterstützt spotgenau das Konzept, Geschichte(n) parallel und wie im Flug zu erzählen. […] Dirigent Ulrich Stöcker führt die Symphoniker sicher durch das Stück, minutiös abgestimmt auf die schnellen Szenenwechsel. […] Es steckt gewaltig viel Arbeit in diesem Abend. Die Stückwahl […] ist nicht ohne Risiko. Aber: viel gewagt, sehr viel gewonnen.” (LZ vom 18. November 2019)

Die gesamte Kritik lesen Sie hier.

 

Premiere:
16.11.2019 20:00 Uhr
Spielstätte:
Großes Haus
Musikalische Leitung
Ulrich Stöcker
Inszenierung
Olaf Strieb a. G.
Bühnenbild
Barbara Bloch
Kostümbild
Christine Bertl a. G.
Dauer: 2 Stunden und 30 Minuten inklusive einer Pause
Termine
18.12.2019 20:00 Uhr
26.12.2019 19:00 Uhr
23.01.2020 20:00 Uhr
01.02.2020 20:00 Uhr
09.02.2020 15:00 Uhr
16.02.2020 19:00 Uhr
22.02.2020 20:00 Uhr
29.02.2020 20:00 Uhr
20.03.2020 20:00 Uhr
03.05.2020 19:00 Uhr
Besetzung
Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild
Jurij Schiwago
Viktor Komarovskij
Pawel, Strelnikow
Antonia „Tonia“ Gromeko
Alexander Gromeko
Tonia, neun Jahre alt
Mia Jovanovic, Lena Olmützer
Jurij, zehn Jahre alt
Tomek Endsin, Elias Riepenhausen
Lara als Schülerin
Lara Franzen, Lotta Wroblewski
auch Sascha, Tonias und Jurijs Sohn und Katharina, Lara und Jurijs Tochter
Ein Priester , Funktionär 2
Amalia, Laras Mutter
Markel, Diener
Nikolaj, ein Freund Jurijs
Borja Kornakov, Staatsanwalt
Quartiermeister, Funktionär 1
Studenten: Tusia
Janko, junger Bauer, junger Lebemann
Timm-Moritz Marquardt
Krankenschwestern: Olga
Schulygin, ein Passant
Sprecher des Tribunals
Studenten, Soldaten, Partisanen, Bürgerinnen und Bürger, Hochzeitsgäste
Haus- und Extrachor
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