Caravaggio (UA)

Tanzstück von Olaf Schmidt

Wer war Michelangelo Merisi, jener bedeutende Maler des Frühbarocks, den man nur unter dem Namen Caravaggio kennt? Sein Leben wurde zur Legende, seine Art zu malen beeinflusste Generationen von Künstler* innen bis hin zu Rembrandt und Vermeer.
Vom einfachen, mittellosen Maler stieg Caravaggio rasch zum Günstling der Kardinäle in Rom auf, seine innovative Maltechnik beeindruckte zeitgenössische wie nachfolgende Maler*innen, sorgte aber auch für Neid und Missgunst. Hervorstechendes Merkmal der Gemälde Caravaggios ist der deutliche Hell-Dunkel-Kontrast, der einen klaren Fokus schafft und an die Stelle der Darstellung von Architektur als Hintergrund in den Gemälden der Renaissance tritt. Caravaggio malte zudem „nach der Natur“; sein Realismus bezog sich sowohl auf die Art der Darstellung, vor allem der abgebildeten Menschen, als auch auf die Alltäglichkeit der abgebildeten Szenen.
Licht und Schatten, Bewegung im Raum, eine Malerei voller Sinnlichkeit und Leben, vor allem aber Caravaggio selber, der für viele zum Inbegriff des „verruchten Künstlers“ wurde, ein Leben voller Konflikte und Widersprüche, ständig auf der Suche, ständig auf der Flucht – all das thematisiert Olaf Schmidt in seiner getanzten Biographie.

Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Einführungsmatinee „Vor der Premiere“ am 12.01.2020 um 11 Uhr / Großes Haus

Hier sehen Sie den Trailer zur Produktion:

Olaf Schmidt im Gespräch:

 

Pressestimmen:

„Mit ‚Caravaggio‘ erschafft Olaf Schmidt am Theater Lüneburg einen Tanzabend größter Intensität (…) An diesem Abend entsteht ein Sog. Ein Strudel aus Bewegung, Bildern, Klängen, Farbe, Licht und schwarzem Nichts. Aus Leidenschaft, Sehnsucht und Gewalt. Betörend, manchmal verstörend, irritierend (…) an Intensität nicht zu überbieten. (…) Das Bühnenbild [Manuela Müller] konzentriert den Blick aufs Wesentliche, wie auch das Licht (Dirk Glowalla), der Einsatz von Farbe und Kostümvielfalt (Susanne Ellinghaus). Dass dieser Abend so eine Sogwirkung erzielt, liegt an der Flut von Bildern, die Schmidt mit seiner brillanten Compagnie auflaufen lässt. Unerschöpflich scheint das Repertoire an körperlicher Ausdruckskraft.” Und weiter: „Sensationell, anders ist das gar nicht zu sagen, ist der Malstrom an immer neuen menschlichen Tableaus, die wie eingefrorene Renaissance-Gemälde dastehen. (…) Was diesen Abend noch so mitreißend macht, ist der Strom aus – technisch mal leicht unterstützter – Musik. Ein Strom, der dank Ulrich Stöcker und den bläserfrei besetzten Symphonikern mit den Bildern fließt. (…) Der Beifall für die ‚Caravaggio‘-Premiere ist gewaltig.” (LZ vom 20.01.2020, die ganze Kritik lesen Sie hier.)

Am 21.01.20 war CARAVAGGIO Thema im Kulturspiegel auf NDR 1. Den Beitrag hören Sie hier (ab ca. 00:59) – inklusive begeisterter Zuschauerstimmen. 

 

Premiere:
18.01.2020 20:00 Uhr
Spielstätte:
Großes Haus
Musikalische Leitung
Ulrich Stöcker
Choreographie
Olaf Schmidt
Bühnenbild
Manuela Müller
Kostümbild
Susanne Ellinghaus a. G.
Dramaturgie
Christina Schmidt
Dauer: ca. 2 Stunden, inklusive einer Pause
Termine
Besetzung
Musikalische Leitung
Choreographie
Bühnenbild
Dramaturgie
Christina Schmidt
Mit
Mit Damen und Herren der Statisterie
Lüneburger Symphoniker
Es tanzen
Sarah Altherr, Júlia Cortés, Rhea Gubler, Gabriela Luque, Claudia Rietschel; Wallace Jones, Wout Geers, Paul Perez Piqué, Phong Le Thanh
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