Die Tage, die ich mit Gott verbrachte
Theaterstück von Axel Hacke | Wiederaufnahme 13.09,2020
Struwwelpeter
Junk-Oper von Phelim McDermott, Julian Crouch und Martyn Jacques nach Motiven von Heinrich Hoffmann | Ab 05.09.2020 im Großen Haus
Die Drei von der Tankstelle
Film-Operette von Werner Richard Heymann und Robert Gilbert, Bühnenfassung von Christian Struppeck | Wiederaufnahme 26.09.2020
"Geben Sie acht!"
Philip Richert singt Chansons von Georg Kreisler und Thomas Pigor / Gastspiel | Wiederaufnahme 09.10.2020
Der Kontrabass
Theaterstück von Patrick Süskind | Wiederaufnahme 01.11.2020
Das kleine Weihanchtsspektakel
Spektakel von und mit Burkhard Schmeer | Wiederaufnahme 19.11.2020
Singin' in the Rain
Musical von Betty Comden, Adolph Green, Nacio Herb Brown und Arthur Freed | Wiederauffnahme 19.03.2021
Caravaggio (UA)
Tanzstück von Olaf Schmidt | Wiederaufnahme 29.05.2021

Mit der Faust in die Welt schlagen

Schauspiel nach dem Roman von Lukas Rietzschel, Bühnenfassung von Sabine Bahnsen / Ab 14 Jahre

Zwei Brüder, Philipp und Tobias, wachsen in den Nuller- und Zehnerjahren in einem Dorf im Osten Sachsens auf. Die Eltern versuchen, ein Stück bescheidenen Wohlstands zu erhaschen, sie bauen ein Haus, legen sich krumm und kommen doch nicht wirklich vom Fleck. Ringsum herrscht Arbeitslosigkeit und Depression, hinter der Gleichförmigkeit des Alltags schwelt die Angst um den Verlust der Heimat. Manch einer hat sie schon verlassen und ist „in den Westen“ gegangen. Wer dageblieben ist, säuft. Alljährlicher Höhepunkt im Dorf ist ein Rummel,
dessen Besuch für die meisten geradezu zwangsläufig mit einer Prügelei endet. Als der Vater eine Affäre mit der Nachbarin beginnt, trennen sich die Eltern. Uwe, ein Freund des Vaters, der einst für die Stasi gespitzelt hatte und dessen Frau abgehauen ist, ertränkt sich im Tagebausee. Das Gefühl von Verlust und Verlierertum setzt sich fest bei den Brüdern, die auf  unterschiedliche Art damit umgehen: Während der eine sich immer mehr in sich selbst zurückzieht, sucht der andere ein Ventil für seine Wut. Als es zu Aufmärschen in Dresden kommt und ihr Dorf Geflüchtete aufnehmen soll, eskaliert die Situation.
Lukas Rietzschels hochgelobter Debütroman ist eine Auseinandersetzung mit der Zerrissenheit Deutschlands in der Gegenwart. Er zeigt die Ursprünge von Gleichgültigkeit, Verfall und Gewalt am Beispiel der Brüder Philipp und Tobias.

Im T.3 besteht freie Platzwahl.

Premiere:
11.02.2021 20:00 Uhr
Spielstätte:
Junge Bühne T.3
Inszenierung:
Anna Werner
Bühnen- und Kostümbild:
Barbara Bloch
Termine
11.02.2021 20:00 Uhr
Besetzung
Inszenierung:
Anna Werner
Bühnen- und Kostümbild:
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