Kerstin Steeb a. G.

Kerstin Steeb ist studierte Musiktheaterregisseurin und Diplomsportwissenschaftlerin und an Staats- und Stadttheatern als relevante künstlerische Stimme aus der freien Musiktheaterszene gefragt. Nicht nur mit ihren Regiearbeiten prägt sie aktuelle Diskurse um Musiktheater und Theaterinstitutionen entscheidend mit, sondern auch in ihrer Tätigkeit als Vorständin von »Pro Quote Bühne«, als Dozentin an der Universität Hamburg und der Theaterakademie Hamburg sowie als Autorin wissenschaftlicher Publikationen.
Die strenge Form der Oper dekonstruiert sie oft durch eigene Bearbeitungen und Fassungen und deckt damit eine Direktheit im Spiel und eine aktuelle Brisanz in der Thematik auf. Ihre interdisziplinäre und queerfeministische Ästhetik brachte sie auf folgende Bühnen (Auswahl): Staatstheater Kassel, Staatstheater Braunschweig, Staatsoper Hamburg, Deutschen Oper Am Rhein, Staatstheater Darmstadt, Theatern Regensburg, Theater Hagen, Theater Aachen, Theater Lüneburg, Theater Pforzheim, Theater Plauen Zwickau. Darüber hinaus hat sie sich mit filmischem Musiktheater auf höchstem Niveau einen Namen gemacht. Die Zauberflöte made in Dulsberg von 2017 hat sich rasant verbreitet – und mit Der Wald, einem Opernfilm nach Ethel Smyth hat Kerstin Steeb mit ihrem Team geradezu ein neues Genre des Opernfilms geschaffen.
Mit ihren Projekten in der freien Szene, für die sie ein divers aufgestelltes Kernteam zusammengestellt hat, widmete sie sich zunächst der verkannten weiblichen Komponistin Ethel Smyth (STRANDRECHT / The Wreckers). In Kooperation mit Kampnagel Hamburg erarbeitet sie momentan ihr fünftes Projekt in der Spielzeit 2026/27.
Ihre Bearbeitung von Don Giovanni im Opernloft Hamburg wurde 2020 in der Autorenumfrage der Zeitschrift Die deutsche Bühne in der Kategorie Oper nominiert. 2025 bekam sie ebenda eine Doppelnennnung für La Traviata, eine Auferstehung” am Theater Lüneburg und Die Vögel am Staatstheater Braunschweig. 2021 war sie Finalistin bei NOperas. Kerstin Steeb ist Mutter zweier Kinder und lebt in Hamburg.
In der Spielzeit 26|27 inszeniert sie