Jan-Philip Walter Heinzel und Stefan Schliephake, Foto: Jochen Quast

Regieteam

Bühnen- & Kostümbild
Jan-Philip Walter Heinzel und Stefan Schliephake, Foto: Jochen Quast
T.3

Johanna. Anleitung für eine Revolution

Friedrich Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ | in einer Fassung von Paula Thielecke | 14+

Johanna ist mutig, widerständig und frei. Zumindest der Legende nach. Sie vereint in sich die Hoffnung auf eine bessere Welt, versammelt hinter sich eine Bewegung, die alleine nicht bestehen kann. Sie ist vieles: Revolutionärin, Heilige, Heldin oder Hexe – je nach Erzählung wird ihre Bedeutung neu erzählt. Kein Wunder also, dass die historische Figur der Jeanne d‘Arc, die zur Zeit des Mittelalters in Frankreich lebte, Inspiration für viele Figuren des Literaturkanons geworden ist. Ob Schiller, Brecht oder Twain, sie alle vereint ihre Auseinandersetzung mit der Johanna, die von Gottes Stimme geleitet den Feldzug des französischen Königs gegen den englischen König erfolgreich anführt und später von den Engländern als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird. 1920 spricht sie Papst Benedikt XV. heilig. Dieser Stoff ist zu einem Mythos geworden. Was sagt er uns heute?

Friedrich Schiller erzählt die Geschichte einer im wahrsten Sinne des Wortes „be-geisterten“ jungen Frau: Johanna, die strikt an ihren Überzeugungen festhält. Ihre Entschlossenheit ist faszinierend – aber auch abschreckend. Auf sich selbst nimmt diese Frau am wenigsten Rücksicht. Um sie herum birst die Welt. Schillers Werk über Menschen in politischen Krisensituationen ist von theatraler Wucht. 

Die Autorin Paula Thielecke schreibt für das Theater Lüneburg eine neue Fassung für ein junges Publikum. Johanna wird zu einer vielstimmigen Figur, die endlich versucht für sich selbst zu sprechen.

Premiere

Freitag, 04.12.2027 um 20 Uhr

Altersempfehlung

Ab 14 Jahre