
Regieteam

Peer Gynt
Ibsens „Peer Gynt“ gilt oft als der „nordische Faust“. Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der versucht, die Grenzen seines Alltags zu überwinden und in seinem egozentrischen Freiheitsdrang wortwörtlich über Leichen geht. Er will der miefigen Provinzenge seiner Jugend entkommen und dabei auch die klammen finanziellen Möglichkeiten überwinden, die er von seinen Eltern mitbekommen hat. Er lässt sich auf allerlei windige Geschäfte ein und vermeidet es, Verantwortung zu übernehmen. Er verlässt seine Heimat und hat durch sein rücksichtsloses Verhalten zunächst großen Erfolg. Erst in der zweiten Lebenshälfte holen ihn die Gespenster seiner Taten ein. Verarmt und vereinsamt kehrt er an die Orte seiner Kindheit zurück, und ihm wird schlussendlich nur verziehen, weil eine Frau, die er in seiner Jugend flüchtig geliebt hat, eine andere Vorstellung von Verantwortung und Treue hat und ihm am Ende seines Lebens die Hand reicht.
Vieles an dieser bilderreichen Geschichte ist erstaunlich modern. Ibsen beschreibt satirisch genau einen Ellbogen-Kapitalismus, der menschliche Werte verkümmern lässt. Für die erste Bühnenfassung komponierte Edvard Grieg eine Bühnenmusik, die wesentlich zu dem Welterfolg des Stückes beigetragen hat.
In einem neuen spannungsgeladenen Tanzstück, bei dem auch Chor und Extrachor des Theaters musikalisch beteiligt sind, werden Ballettdirektor Olaf Schmidt und Regisseur Boris von Poser diese fantastische Geschichte und den fantasievollen Lebensweg des Titelhelden in bewegte Bilder verwandeln.
Premiere
Samstag, 16.01.2027 um 20 Uhr
Sonstige Hinweise
Einführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im rechten Seitenfoyer
Audioeinführung ab Premierentag auf unserer Website abrufbar