Alexander Eissele und Evi , Foto: Jochen Quast

Regieteam

Inzenierung
Dori Engel a. G.
Bühnen- & Kostümbild
Musik und Sound
Habib Shehadeh Hanna a. G.
Choreographie
 Yara Eid a. G.
Alexander Eissele und Evi , Foto: Jochen Quast
Großes Haus

Nathan der Weise

Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing | Mit Einwürfen in hebräischer und arabischer Sprache

„Nathan der Weise“ ist der Schlüsseltext der Aufklärung. Er steht für Toleranz, Versöhnung, Humanismus und Hoffnung. Er zeichnet am Ende eine Utopie, die schöner nicht sein könnte: Drei Personengruppen unterschiedlichster Herkunft lernen, sich zu verstehen und in Frieden zu leben. Sie werden eine Weltfamilie. 

Auch wenn das Stück fast wie ein Märchen wirkt: Die harte Realität verleugnet „Nathan der Weise“ nicht. Die Welt, von der das Stück erzählt, ist von Gewalt, Rassismus, Antisemitismus und kriegerischen Konflikten aufgeladen – so, wie es unsere Welt heute leider auch ist. Gibt es da noch Hoffnung? Ist unser Vorsatz, humanistisch zu bleiben, noch lebbar, oder ist er längst am Bröckeln? Können wir Utopien denken, auch wenn vieles dagegensteht? Ist es also noch möglich, das große Märchen „Nathan der Weise“ zu erzählen? Wir denken: ja. Und zwar unbedingt und trotzdem: „Against all odds“. Gegen alle Widrigkeiten, gegen alle Hoffnungslosigkeit und Negativität. Die Möglichkeit des friedlichen Nebeneinanders, wenn nicht gar Miteinanders, die in „Nathan“ aufgezeigt wird: Diese Utopie ist notwendiger als eh und je. 

Gleichwohl möchten wir „Nathan“ aus verschiedenen Perspektiven erzählen, einen Blick von außen auf diesen Text aus dem 18. Jahrhundert werfen. Dafür laden wir einen israelischen Regisseur, einen palästinensischen Komponisten und eine aus Syrien stammende Choreographin ein, mit unserem Ensemble das Werk zu befragen. Auf Lessings kunstvoller Sprache voller bildhafter Metaphern und gedanklicher Präzision, auf seine klaren und doch anrührenden Figuren und auf seinen dramaturgischen Witz wollen wir dabei keineswegs verzichten.

Premiere

Samstag, 17.10.2026 um 20 Uhr

Sonstige Hinweise

Einführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im rechten Seitenfoyer
Audio-Einführung ab Premierentag auf unserer Website abrufbar
Mit großzügiger Unterstützung durch den Freundeskreis Theater Lüneburg e. V.