












Einführung von Hilke Bultmann (Chefdramaturgin)
Regieteam
Besetzung

Nathan der Weise
„Nathan der Weise“ ist der Schlüsseltext der Aufklärung. Er steht für Toleranz, Versöhnung, Humanismus und Hoffnung. Er zeichnet am Ende eine Utopie, die schöner nicht sein könnte: Drei Personengruppen unterschiedlichster Herkunft lernen, sich zu verstehen und in Frieden zu leben. Sie werden eine Weltfamilie.
Auch wenn das Stück fast wie ein Märchen wirkt: Die harte Realität verleugnet „Nathan der Weise“ nicht. Die Welt, von der das Stück erzählt, ist von Gewalt, Rassismus, Antisemitismus und kriegerischen Konflikten aufgeladen – so, wie es unsere Welt heute leider auch ist. Gibt es da noch Hoffnung? Ist unser Vorsatz, humanistisch zu bleiben, noch lebbar, oder ist er längst am Bröckeln? Können wir Utopien denken, auch wenn vieles dagegensteht? Ist es also noch möglich, das große Märchen „Nathan der Weise“ zu erzählen?
Diese Fragen brachten uns dazu, einen Blick von außen auf „Nathan der Weise“ der Weise werfen zu lassen. Anstatt eine weitere rein eurozentristische Version des Stückes zu erzählen, haben wir ein Team eingeladen, dessen Protagonisten ursprünglich aus der Region kommen, in der „Nathan“ spielt: aus dem Nahen Osten: einen israelischen Regisseur, einen palästinensischen Komponisten und einen aus Syrien stammenden Choreographen. Zusammen mit dem Ensemble befragen sie das das Werk aus dem 18. Jahrhundert und stellen es künstlerisch in klarem Bezug zu unserem Heute.
Auf Lessings kunstvoller Sprache voller bildhafter Metaphern und gedanklicher Präzision, auf seine klaren und doch anrührenden Figuren und auf seinen dramaturgischen Witz wollen wir dabei keineswegs verzichten.
Premiere
Samstag, 17.10.2026 um 20 Uhr
Publikumsgespräche mit dem Ensemble & Chefdramaturgin Hilke Bultmann
Nach den Vorstellungen am Sonntag, 17.01.2027 und am Sonntag, 07.02.2027
Spieldauer
2 Stunden 25 Minuten inklusive 20 Minuten Pause
Sonstige Hinweise
Einführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im rechten Seitenfoyer
Audio-Einführung ab Premierentag auf unserer Website abrufbar
Die Inszenierung wird durch die Hanns-Lilje-Stiftung und die Dr. Buhmann Stiftung gefördert. Sie gehört zur Reihe „Gibt es Hoffnung auf Hoffnung?“ der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Lüneburg e. V. und des Kantmuseums im Ostpreußischen Landesmuseum in Kooperation mit dem Theater Lüneburg.
Mit großzügiger Unterstützung durch den Freundeskreis Theater Lüneburg e. V.

