Who’s afraid of Raimunda

Eine choreographische Intervention von Josep Caballero García / Queerpraxis

Dem Namen nach ist Raimunda wohl eine Frau. Aber eigentlich ist sie eine allegorische Figur, für die Historie verborgener, unsichtbarer, vom Patriarchat oder von anderen Machtgefügen in den Schatten gestellter Identitäten.

Der Performer und Choreograf Josep Caballero García, der bereits letzte Spielzeit mit seiner choreografischen Oper MELANCHOLÍA in Lüneburg gastierte, präsentiert diesmal eine choreografische Intervention, die er eigens für das  Foyer des Zentralgebäudes der Leuphana Universität Lüneburg entwickelt. Es ist eine Zusammenarbeit mit den Performer*innen Göksu Kunak aka Gucci Chunk, Lea Martini und Enis Turan, der interdisziplinären Künstlerin Claudia Hill,  mit Elliot Cennetoglu zuständig für das Lichtdesign, der Dramaturgin Anne Kersting, sowie mit den Komponisten Thomas Dorsch und Alexandre Maurer und 12 Musiker*innen der Lüneburger Symphoniker.

Josep Caballero García gehört zu den federführenden Künstler*innen im gesellschaftlichen Gender-Diskurs und setzt sich in seinen Choreografien für die Auflösung normativer Kategorisierungen und Stigmatisierungen in homogenen Gesellschaften ein. So greift sein neues Stück WHO’S AFRAID OF RAIMUNDA auf literarische und musikalische Versatzstücke aus dem mittelalterlichen Iberia zurück, welche dem hedonistischen Wunsch nach einem sowohl religiösen, als auch sexuellen, freien Leben nachgehen.

Aber wer ist Raimunda? Für Josep Caballero García verkörpert sie den lustvollen Widerstand gegen repressive Macht- und Ausgrenzungsmechanismen. In seiner neue Arbeit sind Alle Raimunda: Die Performer*innen bewegen sich spielerisch zwischen Historie und Fiktion, zwischen Fakt und Utopie und re-konfigurieren die tradierten Bilder und Rollen unserer kulturellen Körper.

Premiere auf Kampnagel am 22. Oktober.

Weitere Vorstellungen ab Januar 2021 im Libeskind-Auditorium der Leuphana Universität Lüneburg.

 

Förderer / Partner:

Eine Produktion der Queerpraxis GbR/ Josep Caballero García mit Kampnagel Hamburg und dem Theater Lüneburg

Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes und aus Mitteln des Elbkulturfonds der Freien und Hansestadt Hamburg

      

Premiere:
22.10.2020 19:30 Uhr
Konzept, Choreografie, Performance
Josep Caballero García
Komposition / Musikalische Leitung
Thomas Dorsch
Komposition / Sound
Alexandre J. Maurer
Dramaturgie
Anne Kersting
Kostüm / Ausstattung
Claudia Hill
Lichtgestaltung
Elliott Cennetoglu
Termine
22.10.2020 19:30 Uhr
Besetzung
Konzept, Choreografie, Performance
Josep Caballero García
Performance
Göksu Kunak aka Gucci Chunk, Lea Martini, Enis Turan
Komposition / Musikalische Leitung
Komposition / Sound
Alexandre J. Maurer
Dramaturgie
Anne Kersting
Kostüm / Ausstattung
Claudia Hill
Assistenz Kostüm
Emilia Patrignani und Diane Esnault
Lichtgestaltung
Elliott Cennetoglu
Textmitarbeit / Stimmtraining
Jule Flierl
Technische Leitung
Jan Krause
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Social Media
Julia Kretschmer, Michael Tsouloukidse
Mitarbeit Produktion
Lena Astarte Posch
Projektleitung
Barbara Greiner
ZURÜCK