Medea

Tragödie von Euripides

„Warum nur jagst du mich aus dem Land?“ Die Königstochter Medea ist eine Getriebene, eine Heimatlose. Aus Liebe zu Jason zerstört sie ihre Familie. Jason kommt so in den Besitz des kostbaren Goldenen Vlies‘. Beide fliehen von Kolchis nach Korinth. König Kreon gewährt den Fremden Asyl. Jason bleibt nicht lange fremd: Er löst sich von Medea und will Kreons Tochter heiraten. Ihm verheißt diese Verbindung Macht und Sicherheit; für Medea, deren bedingungslose Liebe zu Jason verraten wird, bedeutet sie eine existentielle Bedrohung und eine tiefe seelische Verletzung. Medea rast in ihrer Wut, umso mehr, als Kreon sie des Landes verweist und der Schutzlosigkeit preisgibt. Medea nimmt schreckliche Rache. Sie wird zur Kindsmörderin.

Medeas erschütternder Tabubruch scheint die Grenzen des Vorstellbaren zu übersteigen. Euripides, der Vollender der antiken Tragödie, verschärft den wuchtigen Stoff sogar noch. Genau diese archaische Gewalt von MEDEA macht seit über 2400 Jahren den Reiz für das Theater aus. Den Konflikt zwischen Medea und Jason und das heute höchst aktuelle Motiv des Fremdseins und der Heimatlosigkeit gestaltet Euripides gleichzeitig psychologisch dicht und deshalb emotional nachspürbar.

Wir bieten zu MEDEA im November die Möglichkeit zum Austausch an:

Podiumsdiskussion zu MEDEA
In Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg / Offen für alle Interessierte
08.11.2017, 20.00 Uhr – T.NT, Eintritt frei

Premiere:
22.09.2017 20:00 Uhr
Inszenierung
Thomas Ladwig
Bühnen- und Kostümbild
Martina Stoian
Dauer: ca. 2 Stunden 10 Minuten, inkl. einer Pause
Termine
29.09.2017 20:00 Uhr
04.10.2017 20:00 Uhr
15.10.2017 19:00 Uhr
22.10.2017 19:00 Uhr
05.11.2017 19:00 Uhr
07.11.2017 20:00 Uhr
02.12.2017 20:00 Uhr
07.12.2017 20:00 Uhr
Besetzung
Inszenierung
Bühnen- und Kostümbild
Kampfchoreographie Kinder
Ägeus
Philip Richert
Frank Hangen
Zwei Kinder
Max Hofmann
Leonahard von Freymann
Arne Wachtel
Jakob von Mansberg
Bildergalerie
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