Die Entführung

Junges Musiktheater nach der Oper von Wolfgang Amadeus Mozart / Ab 15 Jahre Idee und Konzeption von Friedrich von Mansberg

Das war damals, 1782, eine erstaunliche und nicht unumstrittene Geschichte. Da werden zwei junge Engländerinnen, Konstanze und Blonde, entführt und in das Serail des Bassa Selim in die Türkei gebracht, eingesperrt und (fast) zur Liebe gezwungen. Da reisen die beiden Männer der Frauen, Belmonte und Pedrillo, hinterher, verschaffen sich Zugang zum Gefängnis der Frauen, organisieren mit List die Rettung — und am Ende ist alles doch ganz anders, denn es kommt heraus, dass Belmontes Vater einst grausam gegen die Familie des Bassa gewütet hatte. Der vergibt Belmonte und seinem Vater und lässt die Engländer ziehen, denn „nichts ist so hässlich wie die Rache!“

Mozarts Begegnung der Kulturen, seine Oper über Liebe und Rache, Eifersucht, Vergebung und die universelle Suche nach Verständigung ist also fast 240 Jahre alt — und doch gerade heute von erstaunlicher Aktualität. Da, wo Mozart aber aus seiner Sicht türkische Musik erfand, da setzt dieses „junge Musiktheater“ heutige Musik aus dem türkisch-arabischen Raum gegen Mozarts Klänge; da kommt es zu einer musikalischen Begegnung auf Augenhöhe, da steht jede Kultur für sich selber ein — und da suchen am Ende, jenseits aller kulturellen Unterschiede, sechs junge Menschen nach Liebe.

Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Ermöglicht von der Friedensstiftung Günther Manzke, gefördert von der Firma Nordson

Hier finden Sie die Materialmappe zur Produktion.

Premiere:
07.04.2018 20:00 Uhr
Spielstätte:
Junge Bühne T.3
Musikalische Leitung
Phillip Barczewski
Inszenierung
Friedrich von Mansberg
Bühnen- und Kostümbild
Barbara Bloch
Dauer: ca. 80 Minuten. keine Pause
Termine
28.04.2018 20:00 Uhr
12.05.2018 20:00 Uhr
16.05.2018 20:00 Uhr
29.05.2018 20:00 Uhr
10.06.2018 19:00 Uhr
Besetzung
Musikalische Leitung
Bühnen- und Kostümbild
Blondchen
Belmonte
Marcus Elsäßer
Osmin
Maxim Yaghi
Bassa Selim
Siar Amrico
Die Jugendlichen
Nike Just, Lillian Matern, Anton Frederik von Mansberg, Jakob Linus Orth sowie Schüler*innen der Oberschule am Wasserturm
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